Zum Studentenprotest
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… Forderungen diskutabel - Art und Weise indiskutabel …
… Überarbeitung des Prinzips studentischer Mitfinanzierung …
… Österreich hat Standortentscheidung zu treffen …
Forderungen diskutabel – Art und Weise indiskutabel
Seit Donnerstag herrscht Ausnahmezustand an der Universität Wien. Die Gruppe “Freie Bildung” und einige Trittbrettfahrer haben das Audimax der Uni Wien und damit tausende Studenten, die nun Sorge um ihre Lehrveranstaltungen haben, in Geiselhaft genommen. Die Kosten für Reinigungsarbeiten und die Anmietung von Ersatzhörsälen belaufen sich mittlerweile auf ca. 1,4 Millionen
Der Tropfen, der das Fass aber endgültig zum Überlaufen bringt, ist dass die ursprünglich bildungspolitisch motivierte Saalbesetzung des Audimax und anderer Hörsäle zunehmend von linksextremer Propaganda gesellschafts- und systemzerstörerischer Interessensgruppen vereinnahmt wird.
Dadurch hat diese Protestaktion ihren bildungspolitischen Bezug weitestgehend abgelegt und in Lehreinrichtungen einer Universität nichts mehr verloren. Über die Forderungen, die im Zuge dieses Aktionismus einmal mehr erhoben wurden, kann man diskutieren, wendet der JES Mandatar der Universität Wien, Bernhard Grubmueller ein.
JES fordert Studiengebühren
Aus Sicht der JES mangelt es schon kurzfristig an finanziellen Mitteln, personellen Ressourcen und räumlichen Kapazitäten um den Betrieb der Universitäten auf einem kompetitiven Niveau zu gewährleisten. Die Lösung dieser Problematik besteht jedoch sicher nicht in der Abschaffung der Studiengebühren, wodurch das bestehende Finanzloch erweitert und der staatliche Schuldenberg angehäuft wird, sondern unteranderem in der Überarbeitung und Wiedereinführung des Prinzips studentischer Mitfinanzierung.
Dabei sollen die eingezahlten Studiengebühren direkt der jeweiligen Universität zugute kommen. Als Gegenleistung soll sich jeder Student ein qualitativ hochstehendes und international zumindest wettbewerbsfähiges Ausbildungsniveau seiner Universität erwarten dürfen. Daneben bieten staatliche Förderungs- bzw. Leistungsstipendien stützende Maßnahmen und sollen gewährleisten, daß keinem Menschen aufgrund seiner finanziellen Situation der Zugang oder die Weiterführung seines Studiums unzumutbar erschwert wird.
Österreich hat Standortentscheidung zu treffen
Es besteht die einmalige Chance, zur Drehscheibe für Forschung und Entwicklung in Europa zu werden. Österreich könnte der Innovationstreiber der europäischen Union werden und somit ein wichtiger Treiber der Wohlfahrtssteigerung in ganz Europa sein, so Grubmüller. Die derzeitige Situation ist ein gefährlicher Nährboden für soziale Spannungen und Eskalation in Bezug auf Studenten mit Migrationshintergrund.
Der hohe Sachschaden und der Schaden an den ernsthaften Studenten, der seitens einiger linker Gruppierungen durch das verfehlte Instrument der Hörsaalbesetzungen entstanden ist, trägt nicht zur Deeskalation bei. „Wir stehen für Vernunft und Qualität ohne Populismus!“ erläutert Bernhard Grubmüller, Universitätsvertreter der Jungen Europäischen Studenteninitiative (JES).
Das kurzfristige Problem der Finanzierung geht heute stärker mit einer strategischen (langfristigen) Ausrichtung in der Bildungspolitik einher denn je. Hörsaalkapazitäten können nicht von heute auf Morgen gebaut werden, aber die finanzielle Grundlage dafür muss gelegt werden.
