Studentenpolitik - wozu ?
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Der immer höher werdende Druck mit dem Studium möglichst schnell und erfolgreich fertig zu werden, verleitet schnell zum Aufsetzen einer karrieristischen Scheuklappe, welche die ganzheitliche Sicht der Universität aus dem Blickwinkel verschwinden lässt, nämlich als eine Bildungs- und Ausbildungsstätte der Führungskräfte unserer Gesellschaft von morgen. Venzel Czernin (JES Bundesvorsitzender)
Diese selbst auferlegte Blindheit, resultiert bei vielen Studenten in einer apathischen Gleichgültigkeit für die geistige Zukunft ihrer Gesellschaft, eine Einstellung die erfahrungsgemäß den besten Nährboden für neue Formen des Totalitarismus bereiten kann:
Totalitarismus ?
Die im politischen Spektrum links bis linksextrem angesiedelten Studentenfraktionen der Österreichischen Hochschülerschaft, verfolgen seit Jahrzehnten unter dem Deckmäntelchen der Toleranz und Meinungsfreiheit auf eine ungeheuer aggressive Art und Weise, ganz handfeste ideologische Zielsetzungen hauptsächlich gesellschafts- und kulturpolitischer Natur.
Die im politischen Spektrum mittig angesiedelten Studentenfraktionen der Österreichischen Hochschülerschaft, verweisen (mit einziger Ausnahme der JES) bei gesellschafts- oder kulturpolitischen Abstimmungen auf ihre Überparteilichkeit und enthalten sich daher ihrer Stimme.
Dieses Verhalten führt dazu, daß ein Großteil des ÖH Arbeitsbudgets nicht etwa für studienbezogene Interessen aller Studenten, sondern für politische Interessen weniger Studenten ausgegeben wird. So hat zum Beispiel die Österreichische Hochschülerschaft der Universität Wien im Jahr 07 / 08 mit insgesamt 72 % ihres Arbeitsbudgets, gender-mainstreaming, Feminismus und „HomoBiTrans-sexuellen” Projekte finanziert.
Dahinter steckt freilich keine altruistische Nächstenliebe gegenüber bestimmten (!) „Randgruppen unserer Gesellschaft”, sondern beinharte gesellschafts- und kulturrevolutionäre Ambitionen mit absolutem Wahrheitsanspruch, die insbesondere über Blätter wie „unique”, aber auch über einschlägige Broschüren, Aktionstage und sonstige Projekte die Geisteshaltung der Studenten prägen sollen.
Mit Erfolg
Vieles was davon gestern noch minor-stream war, entwickelt sich heute „Dank” der Zähigkeit einer kleinen, aber radikalen Minderheit immer mehr zu einem main-stream. So werden zum Beispiel auf der Universität nicht „gender gerecht” formulierte Seminar- und Diplomarbeiten immer häufiger entweder schlechter benotet, oder überhaupt nicht erst angenommen. Darüber hinaus setzt sich diese Schreibweise zunehmend in Skripten und unseren Massenmedien durch.
Öffentliche Meinung - damals
Daß die Zukunft eines Landes und einer Kultur durch eine entsprechende Geburtenrate der Landsleute gesichert werden sollte, daß eine homosexuelle Beziehung etwas anderes als eine Ehe ist und daher weder ideel noch rechtlich gleichgestellt werden kann, daß Frau und Mann zwar gleichwertige aber in ihren Eigenschaften nicht gleichartige Wesen sind, daß Kindererziehung bestenfalls Aufgabe der Eltern sein sollte, daß die Tötung eines ungeborenen Menschen ein Unrecht ist, … das alles sind Beispiele, die bis vor ein paar Jahrzehnten lediglich von einer verschwindenden Minderheit hinterfragt wurden.
Öffentliche Meinung - heute
Heute aber ist es dieser Minderheit gelungen hauptsächlich über unterwanderte Institutionen und Massenmedien, die öffentliche Meinungsbildung der Mehrheit fast vollständig unter liberale bis linke Gesinnungsherrschaft zu bringen:
Das Ticken der demographischen Zeitbombe in Europa ist kaum mehr zu überhören - die scheinbare Hauptlösung des Problems: verstärkte Immigration; Betreuung und somit weitestgehend auch Erziehung von Kindern durch staatliche Einrichtungen wird (selbst unter Mitwirkung sog. „konservativer”, angeblich christlich orientierter Parteien) zunehmend zum Regelfall (Stichwort: Ausbau der Kinderhorte und Ganztagsschulen); die gleichgeschlechtliche Partnerschaft ist der Ehe in den meisten Aspekten rechtlich gleichgestellt und die damit verbundenen, aufoktroyierten Anti”diskiminierungs”- bzw. „Gleich”behandlungsgesetze beginnen zu greifen;
gender-mainstreaming wird mehr und mehr zu einem allgemeingültigen, pädagogischen Prinzip erhoben; durch Straffreistellung verliert Abtreibung nicht nur zunehmend ihren Unrechtscharakter; über Leben und Tod eines ungeborenen Menschen zu entscheiden, ist zu einem unantastbaren „Recht” der Frau geworden - die Gebärmutter ist auf ganz demokratischem Wege zu dem wahrscheinlich gefährlichsten Ort in Europa geworden.
“Toleranz” der “Toleranten”
Spätestens seit der 68er Studentenrevolte, schnürt sich auf leisen Samtpfoten angeblicher Toleranz und demokratischer Meinungsfreiheit das Korsett einer radikalen Minderheit um den Blähbauch einer profillosen Mehrheit, Stück für Stück enger. Zeitgeist(es)gestörte Duckmäuser und Opportunisten waren und sind dabei die besten Schnürösen.
Für all jene, die sich in dieser „politisch korrekten” Zwangsjacke plötzlich nicht mehr wohl fühlen, werden vorsorglich Begriffe umdefiniert oder einfach neu geschaffen, um sie gegebenenfalls als verbale, tabuisierende Wurfgeschosse abfeuern zu können - eine Waffe, die sich in medialen Hetzkampagnen gegen unliebsame Bischöfe zum Beispiel, äußerst bewährt hat und im verantwortungslosen Einknicken, auch so genannter bürgerlicher Fraktionen vor dem Zeitgeist, ihre vorbeugende Wirkung beweist.
Die Rolle der Universität
Jene Vorreiter der skizzierten Entwicklungen finden wir in der Geschichte dort, wo Ideen entstehen und in Umlauf gebracht werden: auf den Universitäten.
Fazit
In Anbetracht dessen, hat konservative Studentenpolitik einen wichtigen Auftrag wahrzunehmen: im Rahmen ihrer Möglichkeiten einen klaren, non-opportunistischen Kontrapunkt zu dem ideologischen mainstream ihres Jahrhunderts zu setzen, gleichzeitig annehmbare Alternativen aufzuzeigen und somit den offenen Wettbewerb um die Meinungsbildung der Studenten nicht phlegmatisch anderen Kräften zu überlassen, sondern sich aktiv und entschieden gegen alle Widerstände darin (mit)einzubringen.
Denn Studenten zählen zu den Führungskräften von morgen und eine reflektierte und fundierte Meinung für oder gegen etwas zu haben, spricht nicht nur für Bildungs- und Charakterfestigkeit eines Menschen, sondern ist in unserem demokratischen „one man - one vote” System zu einer moralischen Verpflichtung jedes wahlberechtigten Staatsbürgers geworden. Eine Verantwortung, die an erster Stelle christliche und konservative Studenten selbst wahrnehmen und unter ihren Kommilitonen fördern müssen.
