linke(r) Mode(r)
Posted by admin on Under UncategorizedUNIQUE, die Zeitung der „HochschülerInnenschaft“ der Universität Wien, mit der die Studenten zehnmal im Jahr (zwangs-)beglückt werden, inszeniert sich mehr als politisches Kampfblatt denn als Informationsquelle für Studenten. Von Service und Information, wie auf der Website versprochen wird, bleibt nicht viel übrig. Weiters wird dort von der Unabhängigkeit der Zeitung gesprochen, aber unabhängig von wem?
Frauen*Trans-Ausgabe
Die Novemberausgabe, die im Vorwort mit „Frauen*Trans-Ausgabe“ betitelt wird, kann man jedenfalls nur als versuchte Aufdrängung einer bestimmten politischen Meinung werten. Dies machen schon die „Leser_innenschaft“ und die „Autorinnen*“ deutlich, beides dem Deutschen durch Unterstrich bzw. Sternchen entfremdete Wörter, die auf das fremdartige, seltsame Geschlechterverständnis der Autorinnen – ja, es gibt nur Autorinnen in dieser Ausgabe – hinweisen. Am Schluss des Vorwortes „grüßen der Esel und die Redaktion“, was man nicht weiter kommentieren muss.
Crossdressing & fluides Geschlechtsverständnis
Auf Seite 3 geht es schon los mit einer Auseinandersetzung über das Crossdressing, die heterosexuelle Norm und die Differenz zwischen einem dichotomen und einem „fluiden“ Geschlechterverständnis.
HomoBiTransInterQueer-Personen
Seite 4 versucht, die U-Bahn-Zeitung „Heute“ zu imitieren und eröffnet mit einer Nacktdarstellung einer Frau. Darunter die Überschrift „Das Märchen vom biologischen Geschlecht“. Hier wird uns das mittlerweile schon abgedroschene Gender-Märchen aufgetischt, dass es ein vom biologischen Geschlecht unabhängiges soziales Geschlecht gebe und sogar unser biologisches Geschlecht nicht zwingend in „männlich“ und „weiblich“ eingeteilt werden müsse, eine vorgeblich wissenschaftliche Theorie, die aber wohl mehr Ideologie ist. Interessant ist auch der hier verwendete Begriff der „HomoBiTransInterQueer-Personen“ (Was ist eine HomoBiTransInterQueer-Person?!!), der auf eine der Hauptzielgruppen von UNIQUE verweist.
heteronormative Dominanz
Gender-Theoretiker kritisieren, dass Forscher grundlos von der Dichotomie Mann – Frau ausgingen. Doch ganz so weit hergeholt ist die Prämisse auch nicht, immerhin steht im 1. Buch der Bibel, dass Gott den Menschen als Mann und Frau erschuf. Die ÖH-Funktionäre wollen also die gottgegebene Ordnung nicht wahrhaben. Der Körper werde durch gesellschaftliche Konventionen und kulturelle Praxen geformt; was natürlich wirke, sei in Wahrheit gesellschaftliche Festlegung; die Rede von Natur und Natürlichkeit habe schon etwas Konstruiertes.
Nicht fehlen darf in diesem Kanon die Kritik an der „heteronormativen Dominanz“, die in erster Linie die Homosexualität als normal verkaufen und ihre Abweichung von der Natur ausblenden will. Die letzte Überschrift „Gender mich am Oasch, Oida!“ versucht offenbar, den Text eindeutig von jeder Wissenschaftlichkeit abzugrenzen.
Slutwalk & Nacktdemo gegen Matschos
Auf der nächsten Seite ist die Rede von einem „Slutwalk“, einer „Nacktdemo gegen Machos“. Das „Protestkollektiv“ habe sich zum Ziel gesetzt, „gesellschaftliche Kategorien zu sprengen und besonders in Bezug auf sexuelle Identitäten für Selbstbestimmung und Diversität einzustehen“, übersetzt heißt das Werbung für homosexuelles Verhalten. Der Artikel stellt weiters die Behauptung auf, Sexualverbrechen würden nicht durch einen kurzen Rock provoziert und geht dabei an der Realität vorbei, da die dem Menschen seit der Erbsünde innewohnende fleischliche Begierde hiemit geleugnet wird. Die Demonstration der Freizügigkeit erweist sich damit als Signal gerade in die falsche Richtung.
Marx & Frauen/Lesben/TransgenderSelbsthilfewerkstatt
Seite 7 spricht von Marx´ und Adornos Theorien und damit einem bestimmten politischen Lager. Auf den Seiten 8 und 9 werden offenbar wichtige Termine verzeichnet, wie ein „Weiberfrühstück […] gegen Staat, Patriarchat und (Hetero-)Sexismus“, eine „Frauen/Lesben/TransgenderSelbsthilfewerkstatt“ oder auch ein „subversives Freiräumchen“ in der Rosa Lila Villa.
Förderung einer starken Ich-Bildung
Auf Seite 14 wird vom politischen Kampf mexikanischer Studenten berichtet, die an ihrer Uni wie unsere „Audimarxisten“ eine Besetzung, mit anderen Worten eine Besitzstörung veranstalten. Der Artikel auf Seite 18 ist überschrieben mit „Aufklärung, Bildung, Communismus?“, gefordert wird die „Förderung einer starken Ich-Bildung“, anders gesagt die Formung von Egoisten.
Zusammengefasst lässt sich sagen:
Die Ausgabe strotzt vor Gender-Ideologie, Marxismus und direkter oder indirekter Werbung für homosexuelles Verhalten, sie hat als Urheber offenbar eine äußerst linke Minderheit, die ihre Ansichten den gemäßigt linken Studenten schmackhaft machen will, um noch mehr Leute in ihren Sumpf der moralischen Verderbnis hinabzuziehen. Da diese Ausgabe beispielhaft für all die anderen ist, die fast monatlich in unserem Briefkasten liegen, kann man sagen, dass UNIQUE zwar ein Ziel hat, das ist aber nicht die Verbesserung der Situation aller Studenten, sondern die Verbreitung von politisch linker Propaganda.
Da UNIQUE die Zeitung der ÖH ist, spiegelt sie wohl auch deren Meinung wider: Unseren Studentenvertretern ist es also offenbar lieber, uns ihre politische Meinung aufzudrängen, als etwas zur Verbesserung der Studienbedingungen zu tun. Nun könnte man einwerfen, man solle die ÖH-Genossen und –Genossinnen in ihrer Schreibwut nicht aufhalten, das halte sie immerhin von Audimax-Besetzungen ab. Wären da nicht die Kosten von UNIQUE, das „an bis zu 60.000 StudentInnenhaushalte“ geht und damit Geld verschlingt, das vernünftiger ausgegeben werden könnte.
Mögliche Abhilfe ist aber schon gefunden: Da ja laut Website jeder die Möglichkeit hat mitzuarbeiten, sollte man möglichst viel Protest an unique@reflex.at schicken, in der (wenn auch schwachen) Hoffnung, dass man auch einmal die Ehre haben darf, in UNIQUE aufzuscheinen.
Hinweis: Der Autor distanziert sich hiermit ausdrücklich von der in Zitaten verwendeten so genannten geschlechtergerechten Schreibweise, die mehr noch als eine Verunstaltung der deutschen Sprache einen Versuch darstellt, der Bevölkerung eine gefährliche Ideologie einzutrichtern.

