Freiheit, Würde und Einzigartigkeit menschlichen Lebens in all seinen Phasen

Jeder Mensch ist frei, einzigartig und wertvoll… daher ist die Würde der menschlichen Person in allen seinen Lebensphasen unantastbar.

Solidarität

Jeder Einzelne, hat eine sittliche, christlich motivierte Verpflichtung, für seine sozial schwächeren Mitmenschen einzustehen.

Subsidiarität

Die Familie ist der kleinste, natürliche Sozialverband der Gesellschaft. Ihr muß es ermöglicht werden all das zu tun, was sie aus eigenem Vermögen zu leisten vermag, insbesondere die Erziehung ihrer Kinder. Nachrangig Organe der Gesellschaft (lokale Initiativen, Gemeinde, Verbände, Land, Staat, EU) haben in die Verantwortung der jeweils untergeordneten Organe nur in den Bereichen unerstützend einzugreifen, in denen es sich selbst nicht helfen kann und sich überfordert sieht.

Das Subsidiaritätsprinzip setzt heute eine Sanierung der kleineren Organe und Bindeglieder unserer Gesellschaft voraus, da ihnen durch den Ausbau staatlicher Wohlfahrtseinrichtungen (zB. Kindertageskrippe und Ganztagsschule) zunehmend die Fähigkeit eigenverantwortlichen, schöpferischen Handelns aberzogen wird, gleichzeitig staatliche Abhängigkeitsverhältnisse ausgeweitet werden und lebendige Demokratie letztenendes ausgehölt wird. Nur eine vielschichtige Gesellschaft miteinander verwobener und aufeinander angewiesener Einheiten, ist reich und lebendig. 

Toleranz

Christliche Toleranz bedeutet einer anderen Meinung, Religion, Lebensweise etc. nicht mit Hass, Verfolgung, oder Spott zu begegnen, sondern diese ertragen (tolerare = ertragen, aushalten) zu können, keinesfalls aber akzeptieren (accipere = annehmen, gutheissen) geschweige denn fördern und gleichsetzen (relativieren, egalisieren) zu müssen.
Liebe den Irrenden - hasse den Irrtum.

Ehe, Familie

Die Förderung der selbstständigen Familie als kleinste Keimzelle und Schule einer funktionierenden, sozialen Gesellschaft. Die Aufwertung dessen, was Vater und Mutter durch ihre Elternschaft zur Gestaltung einer heilvollen Zukunft beitragen. Die Förderung von Kinderreichtum - denn unbeschwerter und lebensfroher Kinderlärm ist Zukunftsmusik.

Privateigentum

Eigentum ist tief mit der christlich motivierten Verpflichtung verbunden für seine sozial schwächeren Mitmenschen einzustehen. „Als bloßes Mittel des Genusses ist Eigentum nicht heilig, sondern schmutzig. Gegen Eigentum ohne Pflichten hat der Kommunismus rechtLudwig von Gerlach

Umweltschutz

Die Herrschaft über die belebte und die unbelebte Natur, die der Schöpfer dem Menschen übertragen hat … wird gemessen an der Sorge um die Lebensqualität des Nächsten, wozu auch die künftigen Generationen zählen; sie verlangt Ehrfurcht vor der Unversehrtheit der Schöpfung.Kompendium des Katholischen Katechismus Nr. 2415

Tradition & Heimat

Heimat ist der Raum, der Boden, das Land, in dem ein Volk seine geistigen, geschichtlichen und kulturellen Wurzeln schlägt. Lebendige Tradition ist das Erbe dieser Wurzeln, das von einer Generation zur nächsten weiter gegeben wird. (Kunst, Recht, Philosophie, Sprache, Umgangsformen, Kleidung, etc.)

Heimat & Tradition verbindet somit Individuum und Gemeinschaft - vorangegangene, gegenwärtige und zukünftige Generationen und stiftet den Bürgern Selbstbewusstsein, persönliche Identität und Zugehörigkeitsgefühl. Wenn Integration nicht bloß Rezeption, sondern Eingliederung bedeuten soll, dann wird dies ohne einem gepflegten Werte- und Kulturfundament des eingliedernden Landes nicht möglich sein.

Freiheit

Freiheit in Gesellschaft und Staat äußert sich im Frei-sein von Bevormundung, in der Selbstbestimmung anstelle von Fremdbestimmung.

Dieses Frei-sein ist jedoch untrennbar mit einem moralischen Pflicht- und Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Gesellschaft verknüpft, durch die Freiheit des Nächsten bzw. durch gesellschaftliche Institutionen beschränkt (Recht, Religion, Ehe, Familie, Staat etc.) und durch Traditionen kultiviert. (siehe Tradition & Heimat).

Letztere sind keine Fesseln, die den Menschen an seiner Selbstverwirklichung hindern würden, sondern kulturelle Selbstverständlichkeiten, die den Einzelnen in gewissem Sinne verfeinern, die ihn kultivieren und stabilisieren, Orientierung bieten und ihn damit erst zum Gebrauch und zur Umsetzung wahrer Freiheit befähigen.

Ersatzobjekte wie der Materialismus und die Lebensweise von zu Idolen hochstilisierten, verluderten Popstars und korrupten Opportunisten haben nicht nur dubiosen Ziel- bzw. Vorbildcharakter; auch ihre identitätsstiftende Kraft und die Widerstandskraft gegen freiheitsgefährdende Tendenzen muß bezweifelt werden.

Fortschritt

“Wahrer Fortschritt ist nur durch das Zusammenwirken von Toten, Lebenden und Ungeborenen möglich, weil die Zwecke einer solchen Verbindung nicht in einer Generation zu erreichen sind. So errichtet jede Generation am Bauwerk der menschlichen Kultur ihr eigenes Stockwerk und kann dies doch nur tun, wenn sie die darunter liegenden Stockwerke erhält.” Edmund Burke

Wie die Geschichte lehrt, ist das Verwirklichen utopistischer Gesellschaftsmodelle ein Fortschritt in den Abgrund, weil solche Gesellschaften vom Reißbrett politischer Zauberlehrlinge aus, der Erfahrung nach in Barbarei, Chaos, bürokratischer Erstarrung oder das Grauen der Konzentrationslager münden.

gelebte Gottes- und Nächstenliebe

Auf diesem Gebot fundieren alle anderen, bereits erwähnten Prinzipien.

“Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.“ Markus 12, 29 ff

Das Gebot der Nächstenliebe besteht darin, sich nicht nur befreundeten, sondern gerade auch unbekannten oder unsympathischen Mitmenschen zuzuwenden, was nur aus einer inneren Begegnung mit der Liebe und Barmherzigkeit Gottes zu uns Menschen möglich ist. Theresa von Kalkutta hat ihre selbstlose Nächstenliebe immer neu aus dieser Begegnung geschöpft und umgekehrt hat diese Begegnung, ihren Realismus und ihre Tiefe eben von ihrem Dienst an den Nächsten her gewonnen.Hier zeigt sich die Notwendigkeit der untrennbaren Wechselwirkung zwischen wahrer Gottes- und Nächstenliebe.